Projektbeschreibung

PROJEKTBESCHREIBUNG

ImTeam4.EU
ImTeam4.EU

Das Projekt

Was – wie – warum?

Die EU-Kommission hat bereits in ihrem Arbeitsprogramm „Allgemeine und berufliche Bildung 2010“ (ET 2010) Schlüsselkompetenzen als grundlegend für alle Bürgerinnen und Bürger und damit auch für die Schülerinnen und Schüler auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung bis 2020 definiert. Sie sollen auf die Notwendigkeiten einer wissensbasierten Gesellschaft und die Herausforderungen des globalen Arbeitsmarkts vorbereitet werden.
Obwohl diese Schlüsselkompetenzen bereits in vielen nationalen Curricula Niederschlag gefunden haben, besteht Handlungsbedarf vor allem dahingehend, dass diese in einem europäischen Kontext zu verstehen und vor allem auch umzusetzen sind. Daraus ergibt sich auch die Notwendigkeit, die europäische Ausrichtung der Methodenkompetenz in der Lehreraus- und -fortbildung zu stärken.

"ImTeaM4EU“ ("Improving Teaching Methods for Europe") sieht daher hier Handlungsbedarf. Das Projekt intendiert im Rahmen der Verbesserung der Qualität der Lehreraus- und -fortbildung die Stärkung der Methodenkompetenz bei Lehrerinnen und Lehrern in Bezug auf die Vermittlung der von den Projektpartnern ausgewählten Schlüsselkompetenzen: (Fremd-) Sprachenkompetenz, MINT-Kompetenz und Ökologie, Sozial- und Bürgerkompetenz. Dabei wurde als Ziel bewusst neben den in einer zukunftsorientierten Gesellschaft notwendigen MINT-Kompetenzen auch die Weiterentwicklung umweltbezogener Kompetenzen formuliert, die von der EU zwar nicht ausdrücklich genannt werden, dennoch aber für ein modernes Europa große Bedeutung haben. Der Einbezug des „Lernen-Lernens“ ist aufgrund der grundlegenden Bedeutung dieser Kompetenz selbstverständlich.

Die Grunderkenntnis  (auch formuliert von der EU-Kommission in: „Supporting Teaching Professions for Better Learning Outcomes“, Strasbourg 2012) ist, dass Lehrkräfte eine entscheidende Rolle für die Lernleistungen von Schülerinnen und Schülern spielen.

Die Projektpartner stimmen darin überein, dass die Herausforderung für Konzepte in der Lehreraus- und -fortbildung nicht so sehr die Kenntniserweiterung der Lehrerinnen und Lehrer ist, sondern ihr Verständnis für pädagogische Zusammenhänge und die Fähigkeit, mit sinnvollem Einsatz adäquater Methoden den Kompetenzerwerb der Lernenden zu lenken und zu unterstützen. Dafür benötigen Lehrkräfte des 21. Jahrhunderts aus Sicht der Projektpartner aktuelles Wissen und wissenschaftlich abgesicherte Unterrichtsmethoden.

 

Das Lernen der Schülerinnen und Schüler hängt eng mit ihren persönlichen Lebensumständen zusammen. Daher bedeutet die Anwendung von modernen Lehrmethoden durch die Lehrenden eine permanent zu aktualisierende Herausforderung für Lehrerinnen und Lehrer in ihrer ersten oder zweiten Ausbildungsphase (Universität, Lehrerausbildungsseminare), aber auch insbesondere der bereits in der Schule tätigen Lehrkräfte im Rahmen von Fortbildungen.

Die Projektpartner haben sich nach intensiver Beschäftigung dafür entschieden, Methoden nicht isoliert von Unterricht zu präsentieren und eine weitere „Methodensammlung“ auf den Markt zu bringen. Unterrichtssequenzen sollen vorwiegend mit kompetenzorientierten Lernaufgaben konzipiert werden, um der zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft im Unterricht Rechnung zu tragen. Dabei sind sich die Autoren bewusst, dass in den verschiedenen Ländern der Projektpartner auch unterschiedliche Erfahrung mit dieser Art Unterricht vorliegt. Für Länder mit weniger Erfahrung in dieser Art von Unterrichtsgestaltung liegt hierin eine große Herausforderung – aber auch ein

Innovationsgedanke, den engagierte Lehrkräfte mit Interesse verfolgen werden.
Der Europabezug ist z. B. sowohl in den Lehrplänen als auch in der Unterrichtspraxis der MINT-Fächer ist bisher in den meisten Ländern nur sehr unscharf verankert. Die Vorgaben der Lehrpläne an den Schulen geben insbesondere in den MINT - Fächern wenig Gelegenheit europäische Inhalte in den allgemeinen Fachunterricht einfließen zu lassen, obwohl sich ohne eine europäische Ausrichtung einige der sich aus den physikalischen, biologischen oder ökologischen Prinzipien ergebenen Konsequenzen in unserer Gesellschaft nur schlecht umsetzen ließen. In der Lehrerausbildung wäre es daher sinnvoll, schülerrelevante Fachinhalte z. B. über das europäische Stromnetz im Rahmen einer grenzüberschreitenden Energieversorgung mit einem nur begrenzt speicherbaren Medium, oder über das Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 auf Basis der FFH- und Vogelschutzrichtlinie als Grundlage eines ökologisch sinnvollen Winterrastplatzschutzes für europäische Zugvögel, oder der Europäischen Fischereipolitik zum Schutz einer durch Überfischung und Zerstörung der Vermehrungskette bedrohten Ressource einfließen zu lassen. Obwohl die EU sehr umfangreich über diese Themen informiert, scheinen sich die zu vermittelnden Methoden, mit denen Schüler sich dem Thema nähern können, auf Recherche, Textarbeit und Vortrag zu beschränken. 

Den Lehrkräften fehlt allerdings ein methodisches Instrumentarium, um die notwendig einzunehmende europäische Perspektive in ihre schulinternen Lehrpläne zu integrieren. Lehrkräfte sind bei der Wahl adäquater didaktisch-methodischer Möglichkeiten oft noch unsicher, wie sie ihren Schülerinnen und Schülern europäisch orientierte Themen und Schlüsselkompetenzen motivierend und nachhaltig vermitteln können. Dies bestätigt sich durch Befragungen bei Lehrkräften im Rahmen von Lehreraus- und -fortbildungen der Partnerländer hinsichtlich der nachhaltigen und differenzierten Vermittlung eines europäischen Verständnisses und Europa-bezogenen  Fach- und Methodenwissens.

Somit trägt die unmittelbare Zielsetzung unseres Projektes zur Verbesserung der Qualität und Effizienz der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie zur Professionalisierung der Lehrkräfte bei. Insofern sehen wir unser Thema und die dabei entstehenden Produkte (v. a. die hier vorliegende Methodenplattform "MethQuest“ mit open access) als innovativ und für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende gleichermaßen als sinnvolle Bereicherung ihrer Methodenkompetenz, vor allem im Hinblick auf die Vermittlung der gewählten europäischen Schlüsselkompetenzen, an.
Das von 2014 bis 2017 durchgeführte Erasmus+ Projekt ist eine sektorübergreifende Zusammenarbeit – Schule, Hochschule, Lehrerausbildungsseminar, Unternehmen. Die Stärkung der Methodenkompetenz für Lehrerinnen und Lehrer richtet sich zunächst an Institutionen der Lehrerausbildung. Diese ist in den europäischen Ländern unterschiedlich verortet. Während in Nordrhein-Westfalen die Lehrerausbildung in der 2. Phase an den Zentren für schulische Lehrerausbildung (ZfsL Düsseldorf = Projektpartner) stattfindet, fällt in anderen europäischen Ländern sowohl Lehrerausbildung als auch Lehrerfortbildung in die Zuständigkeit der Universitäten. Daher ist der Einbezug der Universität Torun und der Universität Maribor folgerichtig.

Die Methodenkompetenz der Lehrerinnen und Lehrer hat die Verbesserung von Unterrichtsqualität zum Ziel. Der Fokus ist ein an aktuellen Themen ausgerichteter und handlungsorientiert gestalteter Unterricht , der sich aus unserer Sicht positiv auf den Erwerb der europäisch orientierten Kompetenzen für die Schülerinnen und Schüler auswirken wird.  
Zur Erprobung  der Arbeitsergebnisse  wurden als Partner für das Projekt drei Europaschulen aus Nordrhein-Westfalen, das Deutsche Gymnasium in Tallinn sowie eine Schule in Slowenien ausgewählt.

Die Arbeitsweise gestaltete sich in gemeinsamen Arbeitsgruppen und arbeitsteilig angelegten Untergruppen. Während gemeinsam eine Matrix entwickelt wurde, in der jeweils einen Lerngegenstand aus unterschiedlichen Aspekten der drei oben beschriebenen Schlüsselkompetenzen (Fremdsprache, MINT, Bürger- & Sozialkompetenz entwickelt wurde, bestand die Aufgabe der Untergruppen, hieraus vor diesem Hintergrund jeweils Unterrichtseinheiten in zwei Niveaustufen zu entwickeln.

Ein Partner ist das Unternehmen Planpolitik aus Berlin. Planpolitik hat seine Expertise bei der Entwicklung von Planspielen wie auch anderer methodischer Ansätze eingebracht. Zu jedem der drei Gegenstände (Ess-Kultur, Energiegewinnung, Zusammenleben in Europa) hat Planpolitik ein Planspiel neu entwickelt. Erfahrungen mit dieser Art Planspielen haben ergeben, dass solche Planspiele sehr beliebte Großmethoden sind, deren Entwicklung für einen einzelnen Lehrer zu umfangreich ist. Die Projektpartner hoffen, dass diese Planspiele besonders von Lehrkräften und Schülern wertgeschätzt werden.
Die Projektpartner sind von der Bedeutung und Relevanz des Erwerbs von Schlüsselqualifikationen überzeugt. Sie verbinden mit diesem Projekt die Hoffnung auf einen zweifachen Zugewinn. Unterricht wird durch die Nutzung von kompetenzorientierten Lernaufgaben nicht nur verändert – die Projektpartner glauben – auch verbessert. Darüber hinaus sollen die vorgestellten Unterrichtseinheiten allen Nutzern eine stärkere Berücksichtigung der europäischen Dimension bei der Vermittlung von Schlüsselqualifikationen ermöglichen.
Außerdem hoffen die Projektpartner, dass die mit vielen Überlegungen gestaltete Website den Benutzer anregt, die vorgestellten Unterrichtseinheiten zu prüfen, zu übernehmen oder auch abzuändern. Für Anregungen diesbezüglich sind die Projektpartner dankbar. Nutzen Sie dazu bitte unsere Kontakt-E-Mail-Adresse.

Der Fokus ist ein an aktuellen Themen ausgerichteter und handlungsorientiert gestalteter Unterricht , der sich aus unserer Sicht positiv auf den Erwerb der europäisch orientierten Kompetenzen für die Schülerinnen und Schüler auswirken wird.

- Projektbeschreibung -

Die Methodenkompetenz der Lehrerinnen und Lehrer hat die Verbesserung von Unterrichtsqualität zum Ziel.

- Projektbeschreibung -

ImTeaM4.EU | postbox@imteam4.eu
Impressum | © All Rights Reserved